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Was ist ein Mietmaul?

13 Sep

Meine neuen Freunde aus der Solarbranche fragen sich, ob ich ein „Mietmaul“ bin, z. B. hat Franz Alt das hier auf seiner Seite publiziert oder meine Kollegin Claudia Kemfert fragt sich das hier per Retweet bei Twitter und viele andere haben das auch retweetet.

Ich bin bei keiner Redneragentur gelistet (zumindest weiß ich nichts davon) und werde auch von keiner Redneragentur vermarktet. Es ist also nicht so einfach, mein „Maul“ zu mieten.

Bei zahlreichen Redneragenturen gelistet und von diesen vermarktet werden aber Claudia Kemfert (Auswahl hier, hier, hier) und Franz Alt (Auswahl hier, hier, hier).

Ich habe gar nichts dagegen. Ich finde es aber irgendwie witzig.

PS: Dass ich entgegen einiger Vermutungen nicht für meine Äußerungen oder gar Meinung zum EEG von der INSM bezahlt wurde oder werde, habe ich ja schon hier dargelegt. Und zu den Vor- und Nachteilen des Quotenmodells äußere ich mich am Wochenende ausführlich, heute lag zu viel Anderes an.

Wettbewerb in Zeiten der Energiewende, Verein für Socialpolitik, Ökonomen-Ranking, Spritpreis-Navi – Vorfreude auf eine spannende Woche :-)

1 Sep

Die kommende Woche wird (für mich) spannend, aus vielerlei Gründen:

Erstens wird die Monopolkommission am Donnerstag um 11.00 Uhr ihr aktuelles Sondergutachten zu „Strom und Gas 2013: Wettbewerb in Zeiten der Energiewende“ vorstellen. Daniel Wetzel hatte in der WELT hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen (hier) und DER SPIEGEL nutzt das Gutachten auch gleich mit als Aufmacher auf dem Titel (Vorabmeldung hier). Gerade rechtzeitig dazu ist auch das von Jürgen Kühling, Carolin Klein und mir verfasste Buch über „Die Marktintegration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“ aus der Druckerei gekommen (hier zu sehen). In dem Buch, das auf unserem Gutachten für den Freistaat Sachsen basiert, legen wir die Grundzüge eines Quotenmodells nach schwedischem Vorbild ausführlich dar. Am Dienstag kann darf ich bereits in einer Keynote auf der EWI/FAZ Energietagung in Köln über das Modell reden und diskutieren.

Bei der Vorstellung des Sondergutachtens der Monopolkommission kann ich leider nicht dabei sein, denn zeitgleich haben wie die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik bei uns in Düsseldorf, zum ersten Mal in der 140-jährigen Geschichte des Vereins, mein zweiter Grund zur Freude. Der Verein für Socialpolitik ist die größte  Vereinigung von Ökonomen in Deutschland, wir erwarten fast 1000 Gäste, um über Wettbewerbspolitik und Regulierung in einer globalen Wirtschaftsordnungs zu sprechen. Ich freue mich auf die hochkarätigen Keynote Speaker, aber auch über unsere eigenes DICE-Panel über „Wettbewerb über Internet Plattformen“ am Freitag abend, an dem Vertreter von Google, der Deutschen Telekom, dem Bundeskartellamt sowie Wissenschaftler aus Recht und Ökonomie teilnehmen werden (und das ich moderieren darf).

Drittens wird am Montag (also morgen) das Handelsblatt Ranking VWL 2013 publiziert, auf das viele Ökonomen stets mit Spannung warten. Als kleine Fakultät haben wir es da in Düsseldorf arg schwer uns zu platzieren, zumal da wir just vor dem Stichtag 1.7.2013 einige Abgänge zu einem (für das Ranking) ungünstigen Zeitpunkt hatten. Es wird in dieser Woche im Übrigen auch noch ein zweites Ökonomen-Ranking geben, das am Mittwoch abend auf dem Empfang des DICE kurz vorgestellt werden wird – mehr kann ich dazu jedoch noch nicht verraten.

Viertens freue ich mich, weil ich in der nächsten Woche zwei Top-Neuzugänge für die VWL in Düsseldorf bekanntgeben darf, auch dazu mehr am Mittwoch beim Empfang des DICE.

Und fünftens freue ich mich, weil die Spritpreis-App (mit Echtzeit-Preisdaten) nun tatsächlich Realität wird (Vorbericht dazu z. B. hier). Es ist einem ja nicht so oft vergönnt, dass Ideen aufgenommen und auch umgesetzt werden (obwohl unser langjähriges immer wieder wiederholtes Plädoyer in der Monopolkommission für die Liberalisierung des Buslinienfernverkehrs ja auch irgendwann gefruchtet hat und nach fast 100 Jahren jetzt sogar das Branntweinmonopol endlich abgeschafft wird).

Die nächste Woche wird also spannend, auch wenn die letzte Woche sogar noch viel spannender war, aber aus ganz privaten Gründen.

Ökonomische Spitzenforschung und Politikberatung

12 Aug

Die Beziehung zwischen ökonomischer Spitzenforschung und wirtschaftspolitischer Beratung in der Ökonomie interessiert mich schon lange, im Zuge des sog. Ökonomenstreits hatte ich mich schon 2009 bei carta ausführlich dazu geäußert, was die Ökonomik für die Gesellschaft leisten kann und, aus meiner Sicht, sollte, ebenso im ifo Schnelldienst. Meine Wahrnehmung ist die, dass (a) eine gewisse Arbeitsteilung zwischen Grundlagenforschung und der (angewandten) wirtschaftspolitischen Beratung ziemlich sinnvoll ist, zugleich aber (b) aus Sicht der deutschen Steuerzahler/innen eher zuviel in Grundlagenforschung und zuwenig in die Erforschung der konkreten Anwendungen, also die wirtschaftspolitische Beratung, investiert wird.  Eventuell mag dies ein Sonderproblem der Industrieökonomik sein, in der ich mich am besten auskenne, aber ich befürchte, dass das Problem allgemeiner ist. In der Industrieökonomik jedenfalls fehlen uns auf keinen Fall brilliante Theoretiker, sondern akademische Experten für viele Märkte. In den USA gibt es Top-Forscher, die ganz genau die Details des Luftverkehrwesens, des Radiomarktes, des Biermarktes, des Gasmarktes, des Lebensmitteleinzelhandels, des Krankenhauswesens etc. pp kennen. Bei uns gibt es das in Einzelfällen auch, aber es ist doch eher selten. Ich empfinde das als Defizit.

Weil aber die Debatte oftmals eher durch eigene Erfahrungen und Introspektion geprägt ist, hat damals Michael Mödl unter meiner Betreuung eine (exzellente) Diplomarbeit geschrieben, um die Debatte etwas besser empirisch zu unterfüttern. Einige Kernresultate haben wir schon 2010 auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik in Kiel vorgestellt (Präsentation hier), zwei Jahre später dann noch einmal bei der „Ersten Pluralistischen Ergänzungsveranstaltung zur VfS Jahrestagung“ 2012 in Göttingen (im Übrigen vermutlich das einzige Papier, das auf Veranstaltungen vorgestellt wurde). Anfang des Jahres haben wir das Ganze dann endlich als Arbeitspapier in unserer DICE-Reihe „Ordnungspolitische Perspektiven“ publiziert, im Laufe des Jahres soll der Beitrag in den Perspektiven der Wirtschaftspolitik erscheinen.

Der Wirtschaftsdienst hat jetzt im August ein sehr interessantes Zeitgespräch zum Thema „Entwickeln sich wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Politikberatung auseinander?“ publiziert, in dem wir noch einmal unsere Ergebnisse kurz darlegen, aber vor allem sehr interessante Perspektiven von Christoph M. Schmidt, Nils aus dem Moore, Michael Themann, Wolfram F. Richter, Marcel Fratzscher, Gert G. Wagner, Werner Güth, Hartmut Kliemt, und Willi Koll zu finden sind.

Wissenschaftlich bewiesen: Angela Merkel ist nicht schuld an Cascadas Misserfolg

20 Mai

Was gibt es für einen Wettbewerbsökonomen Schöneres als einem echten Wettbewerb live zuzusehen, dachte ich mir und habe mir den Eurovision Song Contest (#ESC2013) am Sonnabend angesehen (wie auch in den Jahren zuvor). Mein muskialischer Favorit war ja der norwegische Beitrag von Margaret Berger, aber ihre Botschaft „I feed you my love“ hat mir insgesamt weniger gut gefallen als die griechischen Pogues aka Koza Mostra & Agathonas Iakovidis mit „Alcohol is Free“.

Das Interessante am ESC 2013 war aber weniger der Ausgang des Wettbewerbs als der anschließende Interpretationsversuch von ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber für das schlechte Abschneiden der deutschen Kandidatin Natalie Horler aka Cascada. „Ich will nicht sagen, 18 Punkte für Angela Merkel. Aber man muss eben auch sehen, da stand nicht nur Cascada, sondern da stand auch Deutschland auf der Bühne“, so Schreiber wörtlich (siehe z. B. auch stern.de, Spiegel Online oder der britische Telegraph, der Peter Uban mit einer ähnlichen Vermutung zitiert). Dass Angela Merkel und such Deutschland als solches sich in Europa nicht nur Freunde schaffen durch die Austeritäts-Politik und den Euro-Rettungskurs, ist wohl richtig. Dass sich dies aber in der Punktevergabe der 38 anderen Teilnehmerländer widerspiegelt und Natalie Horler stellvertretend für Angela Merkel abgestraft wurde, erscheint vielen Leuten doch zunächst recht bizarr (so z.B. auch dezidiert Spiegel Online).

In der Tat scheint das ein einfacher Blick auf die Länder zu zeigen, aus denen Natalie Horler Punkte bekommen hat (nette Grafik dazu hier). Neun Punkte kamen aus Euro-Ländern (sechs aus Österreich und drei aus Spanien – ok, vermutlich Mallorca) und neun aus Nicht-Euro-Ländern (fünf aus Israel, drei aus Albanien und einer aus der Schweiz). Überhaupt nahmen neben Deutschland nur 14 weitere Euro-Länder (inkl. San Marino) teil – Luxemburg, Portugal und die Slowakei waren nicht dabei, die große Mehrheit, nämlich 24 Teilnehmer, kam nicht aus Euro-Ländern. Dass die deutsche Austeriätspolitik in Weißrussland, Aserbaidschan oder auch Dänemark und Großbritannien die Stimmabgabe merklich beeinflusst haben soll, ist wohl eher (a) ein nett gemeinter, aber doch misslungener Trostversuch für Natalie Horler und vor allem (b) ein Ablenkungsmanöver von der eigenen Unfähigkeit in der ARD, ohne Stefan Raab vernünftige Titel auszuwählen.

Auch wenn die These der ARD, dass allen voran Angela Merkel schuld am schlechten Abschneiden von Cascada sei, recht dünn ist, so zeigt sich aber auch, dass gleichwohl nicht nur die Qualität von Musik und Auftritt entscheidend sind für das Abschneiden beim ESC. Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern hat die Punktvergabe beim ESC inzwischen analysiert:

  • Schon 2005 hat Victor Ginsburgh (hier sein  Bing Bang Blog, auf Französisch) im Journal of Cultural Economics (Vol. 29, 2005, S. 1-17) einen Aufsatz über „Languages, Genes, and Cultures“ publiziert und gezeigt, dass die Punktevergabe beim ESC von kultureller und linguistischer Nähe abhängt (und nicht so gut durch einen „Stimmentausch“ erklärt werden kann).
  • In derselben Ausgabe des Journal of Cultural Economics (Vol. 29, 2005, S. 59-78) haben Marco Haan, Gerhard Dijkstra und Peter Dijkstra einen Aufsatz („Expert Judgment Versus Public Opinion – Evidence from the Eurovision Song Contest“), in dem sie zeigen, dass Expertenjurys in ihrem Urteil weniger durch diese anderen Faktoren beeinflusst werden als das Televoting durch die Zuschauer. Gleichwohl sind Jurys auch nicht völlig unbeeinflusst durch diese Faktoren.
  • Nicht  nur Ökonomen, auch Physiker befassen sich mit diesen enorm wichtigen Dingen: So hat ein in Oxford ansässiges Physikerteam aus Neil Johnson und Ko-Autoren 2006 in Physica A (Vol. 360, 2006, S. 576-598) eine Studie mit dem Titel „How does Europe Make Its Mind Up? Connections, Cliques, and Compatibility between Countries in the Eurovision Song Contest“  publiziert. Eines der Kernergebnisse ist „that the UK is remarkably compatible, or ‚in tune‘, with other European countries during the period of study [Anmerkung: 1992-2003]. Equally surprising is our finding that some other core countries, most notably France, are significantly ‚out of tune‘ with the rest of Europe during the same period.“
  • Ein zweites Forscherteam aus Oxford um S. Saavedra hat im Folgejahr gleich nachgelegt und wiederum in Physica A (Vol. 377, 2007, S. 672-688) eine weitere Studie dazu publiziert. Inhalt ist eine Analyse über (a) „structure and behaviour of a specific voting network using a dynamic structure-based methodology which draws on Q-Analysis and social network theory“, (b) „structures that may identify the winner based purely on the topology of the network“ und (c) „the dynamic behaviour exhibited by the network in order to understand the clustering of voting preferences and the relationship between local and global properties.“
  • Victor Ginsburgh hat sich (gemeinsam mit Abdul Noury) 2008 im European Journal of Political Economy (Vol. 24, 2008, S. 41-52) sich fast genau der ARD-Hypothese von Thomas Schreiber angenommen und untersucht, ob politische oder kulturelle Faktoren das Wahlverhalten beim ESC besser erklären können. Das Ergebnis der Studie mit dem Namen „The Eurovision Song Contest. Is Voting Political or Cultural?“ ist, dass die Stimmvergabe rein empirisch betrachtet besser durch Qualität des Titels, linguistische und kulturelle Nähe erklärt und prognostiziert werden kann als durch politische Konflikte und Freundschaften. Eine vorläufige (leider nicht die endgültig publizierte) Open Access-Version des Aufsatzes ist bei SSRN hier.
  • Zu etwas anderen Ergebnissen kommen allerdings L. Spierdijk und M. Vellekoop in ihrer 2009 in Empirical Economics publizierten Studie „The Structure of Bias in Peer Voting Systems: Lessons from the Eurovision Song Contest“, in der sie untersuchen, ob die Stimmenverteilung regional in verschiedene Länderclustern ähnlichen Mustern folgt. Ergebnis: „We establish strong evidence for voting bias in the song contest on the basis of geography, even after correction for culture, language, religion and ethnicity. However, these effects do generally not correspond to the usual accusations.“
  • Jetzt sind auch die Geographen interessiert: J.-F. Gleyze vom französischen „Institut Géographique National, Laboratoire COGIT“ hat dazu kürzlich in CyberGeo (Vol. 2011, 10. Januar 2011, S. 1-30)  eine Studie mit dem Titel „L’impact du voisinage géographique des pays dans l’attribution des votes au Concours Eurovision de la Chanson“ publiziert, die auch diverse Ländercluster bildet.
  • Interessant ist auch die von D.B. Verrier im letzten Jahr in Judgment and Decision Making (Vol. 7, 2012, S. 639-643) publizierte Studie über „Evidence for the Influence of the Mere-Exposure Effect on Voting in the Eurovision Song Contest“, die zeigt, dass selbst geringfügige Wiedererkennungseffekte eine Rolle spielen. Je mehr Zuschauer in einem Land ein Lied bereits im ESC-Halbfinale gesehen haben, desto besser schneidet es im Durchschnitt ab, selbst wenn man für alle anderen Einflussfaktoren kontrolliert.
  • Jetzt aber kommts: Eine brandneue und bisher noch nicht publizierte Studie von David García und Dorian Tanase (beide von der ETH Zürich) mit dem Titel „Measuring Cultural Dynamics Through the Eurovision Song Contest“ suggeriert, dass die Eurokrise das Abstimmverhalten doch verändert haben könnte und zu einer Spaltung Europas beitragen kann. In Nature wird das unter Anderem so zusammengefasst: „García and Tanase found that, among the 15 countries that have been members of the European Union since 1995, both the positive and negative biases were larger in 2010 and 2011 than before: In other words, opinions became more polarized. This period, the researchers point out, corresponds to a time of European economic turbulence due to debt, loans and austerity measures, especially in Greece, Spain, Portugal, Ireland and Italy. What’s more, those unfortunate countries seemed to cluster together in the network as if huddling for consolation — with the exception of Ireland, which joined a second cluster of less-affected countries. The researchers suggest that Eurovision voting might be reflecting feelings of tension and a breakdown of cohesion in the European Union.“

So ganz falsch ist die ARD bzw. Thomas Scheiber also vielleicht doch nicht mit ihrer Hypothese. Allerdings dürften die Effekte nur marginal sein und sie beziehen sich nur auf die EU-15-Staaten, die García und Tanase analysiert haben, nicht aber auf die Nicht-EU-Länder. Vielleicht sind also Cascada in der Tat ein paar Pünktchen verloren gegangen, aber selbst bei doppelter Punktzahl hätte es nur für Platz 19 gereicht. Die naheliegendste Erklärung ist manchmal auch die richtige: Der Titel war einfach zu langweilig, zu wenig witzig, zu wenig innovativ und zu harmlos.

Globalisierung an der Uni

8 Mai

In dieser Woche hatten wir Berufungsvorträge für eine Juniorprofessur für VWL mit einem mikroökonomischen Schwerpunkt. Von den 38 eingegangenen Bewerbungen (davon 13 Bewerberinnen) haben wir letzten Endes drei Kandidatinnen und zwei Kandidaten zu Berufungsvorträgen eingeladen. Das Spektrum zeigt aus meiner Sicht ziemlich gut, wie international die VWL mittlerweile auch in Deutschland geworden ist. Die fünf Kandidaten und Kandidatinnen können rein äußerlich wie folgt charakterisiert werden (die Vorträge sind zwar hochschulöffentlich und somit nicht geheim, aber ich nenne jetzt mal keine konkreten Namen hier im Blog).

  • eine deutsche Bewerberin, die momentan an einer belgischen Uni forscht,
  • ein griechischer Bewerber, der momentan in Griechenland forscht,
  • eine litauische Bewerberin, die aktuell in Holland forscht,
  • eine polnische Bewerberin, die aktuell in Deutschland forscht, und
  • ein griechischer Bewerber, der aktuell in Deutschland forscht.

Ob es Zufall war oder ein Resultat der schlechten Situation in Griechenland, dass wir von dort zwei so gute Bewerbungen haben, vermag ich anhand einer einzigen Stichprobe kaum zu sagen, finde es aber spannend. Auf jeden Fall besteht unsere Auswahl somit ja aus einer Deutschen, die aber aktuell im Ausland ist, und vier Ausländern, von denen zwei in Deutschland und zwei im Ausland forschen. Für die Wissenschaft ist die Globalisierung so betrachtet ein absoluter Segen. Und unter dem Aspekt des „Diversity Managements“ wäre wohl jeder Personalchef stolz auf unsere Auswahl. Wir sind es auch – aber nicht so sehr wegen der „Diversity“, sondern wegen der hohen Qualität der Bewerberinnen und Bewerber. Die Globalisierung erhöht auch in Academia den Wettbewerbsdruck, und der wirkt auch hier qualitätsfördernd, sogar an staatlichen Universitäten!